Emszeitung 2. September 2016

Stadtrat ebnet Weg für Kita-Neubau
Umschichtungen im Etat gebilligt
Ohne Gegenstimme hat der Papenburger Stadtrat eine Umschichtung von Haushaltsmitteln beschlossen. Damit ist der Weg für den Kita-Neubau hinter der St.-Antonius-Kirche frei.
Papenburg. Denn wie Kämmerer Martin Lutz in der gestrigen Ratssitzung erläuterte, klafft in der Finanzierung des von der St.-Antonius-Kirchengemeinde geplanten Kita-Neubaus eine 170 000-Euro-Lücke. Grund sei, dass wie bei den Mehrausgaben für den Ovalkreisel (120 000 Euro) und den Ausbau der Umländerwiek (70 000 Euro) vornehmlich die gute konjunkturelle Lage im Baugewerbe dazu geführt habe, dass die Ausschreibungsergebnisse für die Arbeiten über den kalkulierten Kosten lägen.
Während der Kreiselbau bereits abgeschlossen ist und der Ausbau der Umländerwiek derzeit läuft, machte Lutz deutlich, dass die Zeit beim Kita-Neubau drängt. Genauer gesagt, laufe die Angebotsfrist für die Kirchengemeinde an diesem Freitag ab. Er warb beim Rat deshalb um Zustimmung.
Die Mehrausgaben sollen mit Mitteln aus Projekten im aktuellen Etat, die in diesem Jahr aber nicht mehr oder nicht ganz umgesetzt werden können, gegenfinanziert werden. Sie sollen erst dann neu veranschlagt werden, wenn sie auch tatsächlich gebraucht würden. „Das schafft Haushaltswahrheit und -klarheit“, sagte Lutz.
Burkhard Remmers (CDU) machte deutlich, dass es nervig sei, „immer sagen zu müssen, dass etwas teurer wird und wir es dann durchwinken sollen. Aber wir wollen, dass die Kita gebaut wird“. Gerhard Schipmann (UBF) schlug vor, auf die im städtischen Etat bereitstehenden 500 000 Euro für die Sanierung der Herbrumer Mehrzweckhalle zu verzichten und sie in den städtischen Eigenbetrieb zu überführen. In jedem Fall aber müsse man der politischen Verantwortung für den notwendigen Kita-Bau gerecht werden. Peter Raske (SPD) deutete „zähneknirschend“ eine mehrheitliche Zustimmung seiner Fraktion an, „weil wir die Plätze brauchen“. Er hätte sich aber auch gewünscht, dass sich die Kirche an den Mehrkosten beteiligt. Für Marion Terhalle stellen die Mehrkosten das Ergebnis des Architektenwettbewerbs für den Kita-Neubau infrage. Sie sieht zudem den Standort in B 70-Nähe kritisch.


Nun ist es amtlich: der Kindergarten hinter der Kirche kann gebaut werden.
Erste Massnahme war nun, den Baum, der im Innenhof des geplanten Kindergartens stehen soll, vor Bauschäden zu bewahren.


Dazu haben die Gärtner einen sogenannten "Wurzelvorhang" angelegt.
Der Graben für das Baufundament wurde mit einem Minibagger schonend ausgehoben und alle Baumwurzeln die darüber hinausragen sorgfältig abgesägt, so dass sie nicht einreißen konnten.

In die Erde wurde Düngung eingebracht und die Erde zur Baumseite aufgefüllt.

 

Wenn dann bald die großen Baufahrzeuge kommen ist dieser Bereich für sie tabu.
Die Sonnenblumen und Spirea und was sonst noch von dem ehemaligen KiKi-Garten erzählen kann, wird bald nur noch Erinnerung sein.

Aber es ist doch auch schön, dass an dem Platz, wo sich vor zwei Jahren einige Kinder in ihrem Garten sehr wohl gefühlt haben, nun ein Kindergarten für viele entsteht.

 

Wurzelschutzmaßnahmen

Unter Wurzelschutz versteht man Maßnahmen zum Schutz des gesamten Wurzelbereiches.
Baumschutzzaun

Primärer Schutz ist durch den Baumschutzzaun gegeben, der in der Regel im Abstand von mindestens 1,5 Meter von der Kronentraufe aufzustellen ist. Kann dieser Abstand baubedingt nicht eingehalten werden, so ist mit Schäden im Wurzelbereich zu rechnen. Diese sind durch Schadensbegrenzungsmaßnahmen, wie z.B. Wurzelvorhang zu minimieren.
Der Schutzbereich innerhalb des Zaunes ist von jeglichem Lagern von Baumaterialien, Befahren und Abgrabungen etc. freizuhalten
Wurzelvorhang

Der Wurzelvorhang ist eine Maßnahme, um bei Abgrabungen im Wurzelbereich das Austrocknen, Beschädigen und Absterben der zu erhaltenden Wurzeln zu verhindern und die Neubildung von Wurzeln zu fördern. Er ist möglichst eine Vegetationsperiode vor Baubeginn herzustellen, damit er bis zu diesem Zeitpunkt weitgehend durchwurzelt ist. Das Ausheben des Bodens in etwa 30 cm Abstand von der zukünftigen Baugrube muss in Handarbeit erfolgen. Entsprechend dem Wurzelverlust kann ein Kronenauslichtungsschnitt erforderlich sein. Der Wurzelvorhang ist so auszubilden, dass sämtliche eingebrachten Materialien nach Beendigung des Bauvorhabens im Erdreich verbleiben können.

Grundsätzlich ist alles daran zu setzen, Wurzeln unversehrt zu erhalten. Dies ist vor allem für die Wurzeln unbedingt erforderlich, die die langfristige Standsicherheit des Baumes gewährleisten müssen. Dies sind alle Wurzeln ab einem Durchmesser von 2 cm. Daher sind, abhängig von der Art und der Größe des Baumes, auch hier Mindestabstände einzuhalten.