Emszeitung, 07.60.2016

Über 100 Teilnehmerinnen bei Frauentag

Premiere in St. Antonius bietet Entspannung und geistliche Impulse


Eine Ausstellung mit Bildern und Texten von Silvia Gebrand (links) und Doris Brinker war beim Frauentag im Hauptportal der Pfarrkirche St. Antonius zu sehen. Foto: Klaus Dieckmann

 Von Klaus Dieckmann

Papenburg. Liturgischer Tanz, Spaziergänge mit geistlichen Impulsen, Entspannung mit Klangschalen, kreatives Basteln und gemeinsames Singen im Projektchor: Mit einer ganzen Reihe abwechslungsreicher Workshops wartete am Samstag der erste Frauentag in St. Antonius in Papenburg auf. Gut 110 Teilnehmerinnen verzeichnen die Organisatorinnen und sind mit der Resonanz hochzufrieden.

„Damit sie zu Atem kommen“, ist der Frauentag analog zum Leitgedanken des Zukunftsgesprächs des Bistums Osnabrück überschrieben. „Entspannende Stunden“, verspricht sich Katharina Abels aus Lehe. Und Marilen Abeln aus Brual fügt an: „Heute mache ich nur etwas für mich.“ Dazu gibt es beim Frauentag reichlich Gelegenheit. Das Programm weist allein mehr als ein Dutzend Workshops aus. Hinzu kommen eine Reihe von offenen Angeboten, die über den ganzen Tag laufen.

So hat der Werlter Bibelgarten im Innenraum des Niels-Stensen-Hauses ein Kräuterlabyrinth aufgebaut. In der Kreuzkapelle und in der St.-Antonius-Kirche besteht die Möglichkeit zum gestalteten und zum stillen Gebet sowie zu einem Beichtgespräch mit einem Priester. Im Hauptportal des Gotteshauses findet sich eine Ausstellung mit Bildern von Silvia Gebrand und Texten von Doris Brinker aus Papenburg. Es gibt Büchertische, eine „Mal-Oase“ und Informationsbörsen.

Das „vielfältige und spannende Angebot“ macht für Elisabeth Griese aus Papenburg den Reiz des Frauentages aus. „Mal rauskommen. An einem Samstag mal etwas anderes machen als Hausarbeit“, nennt Elisabeth Gerwin aus Völlenerkönigsfehn als ihren Beweggrund zur Teilnahme. Maria Hegemann aus Weener bringt das Gemeinschaftsgefühl der Teilnehmerinnen auf den Punkt: Der Frauentag sei „ein Tag ganz für uns“. Ermutigung und gegenseitige Stärkung „für die weiteren Schritte auf unserem Lebens- und Glaubensweg“, spricht indessen Marita Determann, Vorsitzende des Frauenbunds Aschendorf, in ihrem Gebet zur Einstimmung einen Grundgedanken des Frauentages an.

Neuauflage noch offen
Organisiert hatten den ersten Frauentag für die Dekanate Emsland-Nord und Ostfriesland die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) in der Region Aschendorf sowie die Zweigvereine Papenburg und Aschendorf des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB). Er sei die erste Veranstaltung, die Frauenbund und KFD in den Dekanaten Emsland-Nord und Ostfriesland gemeinschaftlich auf die Beine gestellt hätten, sagen KFD-Regionsvorsitzende Maria Cloppenburg aus Lehe und Helena Tegeder, Vorsitzende des Frauenbunds St. Antonius.

Ob der Frauentag eine Neuauflage erfährt, ließen die Organisatorinnen offen. Man freue sich zunächst einmal über den guten Verlauf der Veranstaltung und einen gelungenen Beitrag zum Zukunftsgespräch des Bistums „Damit sie zu Atem kommen“. Weitere Überlegungen würden sich ergeben.

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