Emszeitung 17.12.2015

Ausschuss für Kita-Neubau in Papenburg
Kirchengemeinde St. Antonius soll 1,3 Millionen Euro erhalten – Weg zum Friedhof wird verlegt

Papenburg. Der städtische Kita- und Schulausschuss hat dem Papenburger Stadtrat mit großer Mehrheit empfohlen, der St.-Antonius-Kirchengemeinde einen Zuschuss in Höhe von etwas mehr als 1,3 Millionen Euro für den Bau einer Kindertagesstätte zu gewähren. Insgesamt kostet das Bauvorhaben knapp 2,4 Millionen Euro und entsteht hinter der Antonius-Kirche.

Birgit Lelonek, Fachbereichsleiterin für Soziales, Jugend, Schulen und Sport, erklärte während der Ausschusssitzung die Notwendigkeit. „Aufgrund von steigenden Geburtenzahlen, Zuzügen und der Notwendigkeit, auch die Kinder der der Stadt zugewiesenen Asylbewerber aufzunehmen, müssen die Kita-Angebote weiter ausgebaut werden.“ Nahezu alle größeren Kindertagesstätten im Stadtgebiet würden über zwei Krippengruppen verfügen. Einzige Ausnahme seien die Kitas St. Antonius und St. Franziskus. „Diese sind dringend auf eine zweite Krippengruppe als ‚Zubringer‘ zu den fünf bestehenden Regelgruppen angewiesen.“

Nach Angaben von Lelonek wurde in ersten Gesprächen mit dem Träger dieser Einrichtungen, der Kirchengemeinde St. Antonius, dem Bistum Osnabrück und den Kita-Leitungen festgestellt, dass Einrichtungen mit fünf Regelgruppen und zwei Krippengruppen zu groß und nicht mehr zeitgemäß sind. Eine weitere Krippengruppe an die bestehenden Kindertagesstätten anzubauen sei zudem nicht möglich. „Deshalb plant die Kirchengemeinde, zusammen mit dem Bistum am Untenende Um- und Neubauten auf den Weg zu bringen“, sagte Lelonek.

An der Kita St. Antonius soll laut Beratungsvorlage eine bestehende Regelgruppe in eine Krippengruppe umgewandelt sowie Nebenräume und die Mensa strukturbedingt umgebaut werden. Zudem solle ein Abbruch und Neuschaffung der Nebengebäude erfolgen und die Einzäunung erneuert werden. Dadurch hätte die Kita eine künftige Größe von vier Regelgruppen und zwei Krippengruppen. An der Kita St. Franziskus soll der Beratungsvorlage zufolge ebenfalls eine bestehende Regelgruppe in eine Krippengruppe umgewandelt sowie Nebenräume und die Mensa strukturbedingt umgebaut werden. Zudem solle der Alttrakt saniert werden. Dadurch wären in der Kita künftig drei Regelgruppen, zwei Krippengruppen und eine Hortgruppe.

Wie Lelonek weiter bekannt gab, werden die beiden wegfallenden Gruppen der Kitas St. Antonius und St. Franziskus in die neue Kindertagesstätte an der Antonius-Kirche wechseln. Hinzu komme eine Krippengruppe. „Die neue Kita entsteht auf dem Gelände des jetzigen Bolzplatzes und des Pfarrgartens“, sagte die Fachbereichsleiterin. Zudem werde der Weg zum Friedhof verlegt. „Das Gesamtangebot an Kita-Plätzen wird durch diesen Neubau sinnvoll ergänzt.“

Hartmut Bugiel vom Unabhängigen Bürgerforum macht sich Sorgen um die an der Bundesstraße (B) 70 gelegene Auf- und Abfahrt. „Das sollte man etwas großzügiger gestalten.“ Zudem bemängelte Marion Terhalle (FDP) die Parkplatzsituation an dem Standort. Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) stellte aber klar, dass es sich in dieser Sache bereits um eine gefundene Kompromisslösung handelt. Peter Raske (SPD) hält den gewählten Standort für richtig. „Der Bedarf ist da. Aber die Kosten machen mir Sorgen.“ Er findet, dass man irgendwo einsparen solle. Ralf Uchtmann von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) begrüßte das gesamte flächendeckende Konzept. „Es ist alles gut durchdacht“, lobte er.

Mehr zum Architektenwettbewerb lesen Sie im Internet unter www.noz.de/
artikel/648720