Papenburger Kirche stellt sich anderen Religionen vor

Emszeitung 12.10.2015

Ergänzung zum Tag der offenen Moschee – Führungen


Einen Einblick in die St.-Antonius-Kirche in Papenburg haben die muslimischen Bürger aus Papenburg und der Umgebung am Wochenende erhalten können.
Der „Tag der offenen Kirche“ ist eine Ergänzungsveranstaltung zum „Tag der offenen Moschee“ gewesen, die von der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB), dem türkisch-islamischen Kulturverein und des Dekanats Emsland-Nord angeboten worden ist.
In zwei Gruppen führten die ausgebildeten Kirchenführer Manuela Höhn und Hedwig Lammen die Besucher durch die Antoniuskirche und deren Turm. Im Kirchturm bekamen die neugierigen Besucher unter anderem den Orgelboden und die Deckenmalereien zu sehen. Der Innenraum der St.-Antonius-Kirche bot seinen Gästen Einblicke in die Bemalungen und die Fensterkunst, den Altarraum und die Herz-Jesu-Figur.
„Den Tag der offenen Kirche haben wir ja eigentlich jeden Tag“, sagte Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer am Rande der Veranstaltung. „Als katholische Kirche steht das Gotteshaus immer offen, wo jeder jederzeit hineingehen kann.“ Das sei ein großer Unterschied zu anderen Religionen.
„Diese Veranstaltungen, an denen wir unsere Religion und Tradition austauschen, sind beispielhaft für das gegenseitige Kennenlernen der unterschiedlichen Kulturen“, erklärte Pfarrer Lanvermeyer. „Dieser Gegenbesuch und die Einladung in die katholische Kirche soll der nächste Schritt zur Vertiefung der Beziehungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Herkunftsgeschichten sein.“