Emszeitung 12.05.2015
88 junge Christen in Papenburg gefirmt
Visitationsreise von Bischof Bode in den Pfarreien St. Antonius und St. Michael

Firmung in St. Antonius: auf dem Foto im Kreis der Firmlinge Bischof Franz-Josef Bode mit der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Susanne Bohse. Foto: Pfarrei St. Antonius

In der Kirche St. Marien empfingen 62 Jugendliche aus der Pfarrgemeinde St. Michael Papenburg das Firmsakrament durch Bischof Franz-Josef Bode.
ta/pm Papenburg. 88 jungen Christen hat Bischof Franz-Josef Bode am Wochenende in den Papenburger Kirchengemeinden St. Michael und St. Antonius das Sakrament der Firmung gespendet. Zuvor hatte der Osnabrücker Oberhirte bereits in zwei Gottesdiensten 58 Jugendliche im Pfarrbereich St. Josef gefirmt.

Mit einem in der „Tiefe gründenden, prächtigen Baum des Lebens, der reichlich Früchte hervorzubringen vermag“, verglich Bode die Firmung in der St.-Marien-Kirche. Unter dem Motto „Im Glauben wachsen“ hatten sich seit Sommer vergangenen Jahres 62 Jugendliche auf ihren Weg zum Christsein gemacht und symbolisch dafür einen Baum gewählt.

Bode ging auch auf ein Gespräch mit dem Pfarrgemeinderat und dem Kirchenvorstand der seit Anfang 2014 aus den ehemaligen Kirchengemeinden St. Marien und St. Michael zusammengeschlossenen neuen Pfarrei ein. Die Kirche sei heute mehr denn je auf ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen und müsse sich trotz Priestermangels immer breiter aufstellen. „Durch das Ehrenamt hat unsere Kirche in vielen Bereichen vieles intensivieren können“, führte der Bischof aus. Die Beispiele Tauf-, Kommunion- und Firmvorbereitung sowie Trauerpastoral zeigten ihm, dass sich die Obenender Pfarrgemeinde auf dem richtigen Weg befinde.

Bei der Firmung von 26 Jugendlichen in St. Antonius kam Bode auch zu einem Gedankenaustausch mit Mitgliedern von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand zusammen. Dabei bekräftigte der Bischof vor dem Hintergrund zunehmender Zusammenschlüsse ehemals eigenständiger Kirchengemeinden zu Gemeinschaften oder Pfarreien: „Die Farbe der Gemeinde muss deutlich bleiben.“

Den Glauben bezeugen

Strukturveränderungen seien jedoch unabdingbar, räumte Bode ein. Dabei würden die Aufgaben von Referenten, Gemeindeteams und pastoralen Koordinatoren zusehends an Bedeutung gewinnen, um die Geistlichen zu entlasten. Bode umriss das Wirken von hauptamtlichen Laien, deren Einsatz das Bistum im Übrigen in hohem Maße fördere, sowie der ehrenamtlich Tätigen in den Kirchengemeinden mit den Worten: „Vor Ort müssen Gesichter da sein, die den Glauben bezeugen und bereit sind, Verantwortung zu tragen.“

 Susanne Bohse, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, sagte, dass die Pfarrei auf viele Ehrenamtliche bauen könne. Dennoch erfordere das Zusammenwachsen von St. Antonius und St. Josef viel Kraft auf beiden Seiten. „Einiges ist schon  geschafft, beispielsweise ein gemeinsamer Pfarrbrief, eine neue Gottesdienstordnung und ein übergreifendes Internetportal.“ Und mit dem „Treffpunkt Friedhof“ zur Trauerbegleitung sei ein erstes gemeinsames Projekt initiiert worden.

Bischof Bode lobte das seit der Fusion im Juni 2014 Erreichte. Die 9300 Gläubige (St. Antonius: 6800, St. Josef: 2500) zählende Pfarrei habe recht gut ihren Weg gefunden. Auch im Bewusstsein, dass die „Farbe“ der beiden Pfarrbereiche durchaus unterschiedlich ausfalle.


 Fotobericht  aus St. Antonius von der Firmung