Ems-Zeitung

Ausgabe vom 23.12.2017
Seite 25
Ressort Lokales


Lebende Krippe bei Papenburger St.-Josef-Kirche erwartet zu Aufführungen rund 3000 Besucher

Die lebende Krippe in St. Josef im Vosseberg spiegelt das Jahresthema „Raum zum Leben“ der Pfarrei St. Antonius in Papenburg wider. Aufführungen sind an Heiligabend und am zweiten Weihnachtstag.

Papenburg. Der Stall, in dem Jesus nach biblischer Überlieferung als Mensch geboren wird, sei karg gewesen. Gleichwohl bot er Raum zum Leben. „Was können wir tun, damit das Christsein und unser Glaubensweg in heutiger Zeit lebendig sind?“, beschreibt Brigitte Horstmann vom Organisationsteam den Ausgangsgedanken zur Gestaltung der lebenden Krippe in St. Josef. Eine von Herzen kommende Gabe könne dies in besonderer Weise ausdrücken.

So erhält in dem Krippenspiel die Heilige Familie auf ihrer Wanderung nach Bethlehem eine Reihe von Geschenken. Dass er diesen Weg mit seiner Frau Maria mitgehen will, bezeugt Josef in der ersten Szene. Als Zeichen seiner Liebe und Verbundenheit schenkt er ihr eine Rose. An der nächsten Station übergibt ein Soldat eine Schriftrolle, die der Heiligen Familie Informationen für die nächste Etappe bietet. In Bethlehem hat der Wirt zwar kein Zimmer mehr frei, für die Unterkunft im Stall überreicht er Maria und Josef jedoch Brot, Wasser und eine Laterne. Die Hirten schließlich bringen Holzscheite, um ein wärmendes Feuer zu entfachen.

„Jeder Besucher der Krippenspiele darf gerne auch ein kleines Geschenk beisteuern“, sagt Horstmann. Mädchen und Jungen könnten beispielsweise ein selbst gemaltes Bild oder eine Bastelarbeit mitbringen. Frauen und Männer vielleicht einen persönlich gestalteten Gebetstext oder ein Blatt mit Danksagungen, Wünschen und Bitten. Ihre „Geschenke“ können Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Anschluss an die einzelnen Aufführungen bei der Krippe in der St.-Josef-Kirche niederlegen. Dort sollen sie nach Darstellung von Horstmann nicht verbleiben, sondern zu Menschen in der Pfarrei getragen werden. Bilder, Bastelarbeiten oder Gebetstexte könnten Frauen und Männern in Altenheimen, Kranken oder allein lebenden Senioren eine Freude bereiten. Vorgetragene Wünsche und Anliegen werde die Kirchengemeinde in Fürbitten und Gebete bei den Gottesdiensten aufnehmen. So strahle Weihnachten über das kirchliche Fest hinaus und „berührt die Menschen in der Pfarrei noch ein gutes Stück weiter auf ihrem Lebensweg“, sagt Horstmann.

 

80 Spieler, 50 Helfer

 

Rund 80 Spieler in Kostümen gestalten die fünf Aufführungen der lebenden Krippe. Zusätzlich gut 50 Helfer beteiligen sich hinter den Kulissen an Musik, Technik, Bühnenbild, Requisiten und Zeltaufbau. Abgerundet wird das lebendige Bild durch mehrere Tiere, darunter Schafe und Esel. Alljährlich erwartet die Kirchengemeinde im Vosseberg um die 3000 kleine und große Gäste zu den Darbietungen.

Die Krippenspiele finden in einem großen Zelt neben der St.-Josef-Kirche statt. Zu sehen sind sie am Sonntag, 24. Dezember, jeweils ab 15, 16, 17 und 18 Uhr. Am zweiten Weihnachtstag, 26. Dezember 2017, ist das Zelt von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Das Krippenspiel ist an diesem Tag um 15.30 Uhr. Eine Krippenfeier gibt es am Heiligabend um 15.30 Uhr auch in der St.-Antonius-Kirche.