Ems-Zeitung

Ausgabe vom 06.11.2017
Seite 11
Ressort Lokales


In der Kreuzkapelle der Papenburger St.-Antonius-Kirche

Papenburg. Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer setzte am Hochfest Allerheiligen eine Reliquie des heiligen Antonius von Padua in den Altar der Kreuzkapelle in der Papenburger St.-Antonius-Kirche ein.

Die feierliche Einsetzung fand während einer Messfeier statt. Dem besonderen Ereignis wohnten zahlreiche Gemeindemitglieder bei. Die Kapelle war 1977 zum 100-jährigen Bestehen der Kirche als Anbau für Gottesdienste in kleinen Gemeinschaften errichtet worden.

Pfarrer Lanvermeyer sagte, dass im Jahr 1992 der damalige Bischof Dr. Ludwig Averkamp der Kirchengemeinde die Reliquie geschenkt habe. Am 13. Mai jenen Jahres ist sie nach seinen Worten aus Osnabrück abgeholt worden. Zuletzt lag die Reliquie im Tresor der Kirche. Nun solle ihr ein würdiger Ort gegeben werden. Es sei eine alte Tradition der Kirche, in den Altären Reliquien zu deponieren, so Lanvermeyer. Diese nehme eine menschliche Erfahrung auf, die aus eigenen Familien- und Freundschaftsbeziehungen bekannt sei. „Wenn ein Mensch verstirbt und sein Erbe verteilt wird, gibt es Gegenstände, die uns besonders an ihn erinnern.“ Sie setzten ein Zeichen der Verbundenheit über den Tod hinaus.

Im Lauf der Geschichte sei durch Verkauf von Reliquien und deren Raub durch Kriege der ursprüngliche Gedanke verdunkelt worden. Die Echtheit der in den Altar der Kreuzkapelle eingefügten Reliquie in Form eines Tuches sei durch ein Schreiben aus Rom gewährleistet.

Pfarrer Lanvermeyer: „Wenn wir die Reliquie des heiligen Antonius nun ehren und er in besonderer Weise in unserer Mitte ist, wollen wir uns an ihn und sein Leben erinnern und die Reliquie im Altar der Kreuzkapelle deponieren.“