Ems-Zeitung
Ausgabe vom 30.09.2017
Seite 19
Ressort Lokales


Betreuung für 65 Kinder in drei Gruppen am Untenende – Baukosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro

Die neue Kindertagesstätte (Kita) St. Klara in Papenburg ist am Freitag feierlich eingeweiht worden. Bereits seit 1. August werden in dem Gebäude direkt neben der St.-Antonius-Kirche am Untenende 65 Kinder in drei Gruppen betreut.
Papenburg. „Unsere Kita ist bereits nach kurzer Zeit ein vertrauter Ort geworden, an dem sich die Kinder und Eltern wohlfühlen“, sagte Leiterin Lena Frind. Die Mädchen und Jungen würden das Haus täglich mit Leben füllen.
In den hellen, großzügigen Räumen mit bodentiefen Fenstern finden die zwei Regelgruppen „Buntspechte“ und „Feldmäuse“ mit jeweils 25 Kindern, die aus den Kitas St. Franziskus und St. Antonius umgezogen sind, sowie die neue Krippe „Glühwürmchen“ mit 15 Mädchen und Jungen unter drei Jahren Platz. Die Waldarche am Obenende gehört als Außengruppe mit 15 Kindern ebenfalls zu St. Klara.
700 Quadratmeter
„Wir freuen uns, dass es endlich so weit ist“, sagte Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer von der Pfarrei St. Antonius während der Feier. Die Kirchengemeinde ist Bauherr und Träger der Kita, die unter dem Motto „In und mit der Schöpfung leben“ steht. Für rund 1,5 Millionen Euro war innerhalb eines Jahres das Gebäude mit etwa 700 Quadratmetern zwischen Kirche und Friedhof entstanden. Der alte Prozessionsweg wurde als Achse für den Neubau mit in das Konzept aufgenommen.
„Alles lief problemlos ab“, berichtete Lanvermeyer. Nur um die große Esche im Innenhof zu erhalten, musste etwas umgeplant werden. „Das war sogar eine Bereicherung, weil das Gebäude dadurch weiter auseinandergezogen wurde“, sagte Herbert Buddelmeyer vom Architekturbüro Bocklage und Buddelmeyer aus Vechta, das den Architektenwettbewerb für den Bau der Kita gewonnen hatte und mit dem Bau betraut worden war. Die Realisierung des Neubaus wurde vom Architekturbüro Gerd Janssen in Völlenerkönigsfehn durchgeführt.
Für Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) ist St. Klara „ein weiterer Baustein für die frühkindliche Betreuung in der Stadt“. Trotz einer guten Betreuungsquote übersteige die Nachfrage immer noch das Angebot. Die Stadt war mit einem Zuschuss in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro größter Geldgeber des Projekts.
Pläne für die Zukunft
Auch der Landkreis Emsland, das Bistum Osnabrück sowie das Land Niedersachsen stellten Mittel zur Verfügung. „Kinder sind unsere Zukunft“, sagte Ursula Mersmann (CDU) vom Landkreis Emsland. St. Klara würde das weitreichende Angebot in Papenburg gut ergänzen.
Für die neue Einrichtung hat Frind mit ihrem Team eine „ganz eigene pädagogische Konzeption“ entwickelt. Auch für die Zukunft hat die Leiterin bereits Pläne. So soll es eine Ganztagsbetreuung geben, ein gemeinsames gesundes Frühstück, Lernwerkstätten für gruppenübergreifende Bildungsangebote oder auch gemeinsame Projekte mit der Waldarche. „Wir haben noch viel vor, aber alles zu seiner Zeit und Schritt für Schritt“, sagte Frind.
Mit dem Umzug der zwei Regelgruppen aus St. Franziskus und St. Antonius sollen Lanvermeyer zufolge Umbaumaßnahmen in den zwei Kitas erfolgen. Dort sollen Räumlichkeiten für Krippengruppen geschaffen sowie Küchen und Mensen verbessert werden.