Emszeitung vom 3.11. 2012 Papenburg.
Als einen wahren Glücksfall hat der Leiter des Alten- und Pflegeheimes der Papenburger St.- Antonius-Gemeinde, Heinrich Walker, die Ernennung von Maristenpater Bernhard Düthmann zum Seelsorger des Hauses durch Bischof Franz-Josef Bode bezeichnet.

Ungeteilte Freude prägte die Atmosphäre in der Kapelle des Johannesstiftes, wo Dechant Alfons Thörner im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes den neuen Hausgeistlichen begrüßte und vorstellte.

Sieben Jahre war die Priesterwohnung nach dem Weggang von Pater Rhode verwaist. Maristenpater Bernhard Düthmann (68) stammt aus Dersum, wo er mit elf Geschwistern auf dem elterlichen Bauernhof aufwuchs. Nach der Einkleidung als Maristenbruder arbeitete er in seinem Orden zunächst in der Landwirtschaft und nahm danach das Studium der Theologie und Philosophie auf. Im Dezember 1989 wurde er zum Priester geweiht.

In Recklinghausen, Neuß und Löningen widmete er sich vornehmlich der Kranken- und Altenseelsorge. Bis zum vergangenen Februar war Düthmann auch als Priester im Pfarrverband Fürstenzell bei Passau tätig. Auf Vorschlag des Regionalsuperiors der Maristen, Pater Alois Greiler, berief Bischof Bode den „Ruheständler“ zur Mithilfe in der Seelsorge des Alten- und Pflegeheimes Johannesstift.

Priester im Unruhestand

„Er ist genau der richtige Mann für diese Aufgabe“, sagte Dechant Thörner. Der Bischof wünschte dem „Priester im Unruhestand“, dass er hier in seiner Berufung als Ordensmann und Priester Erfüllung finde.

In seiner ersten Predigt an seiner neuen Wirkungsstätte lenkte Pater Düthmann, der dem Maristenkonvent in Meppen angehört, den Blick auf die Seligpreisungen: „Sie sind klarer Zuspruch und keine Bedingungen. Und sie wollen uns Mut machen, indem sie uns erklären, dass jemand da ist, dem unser Leben gerade auch im Alter und bei Krankheit nicht gleichgültig ist“, sagte er.

Heimleiter Heinrich Walker überreichte dem neuen Hausgeistlichen eine Kerze und wünschte unter dem Beifall der Heimbewohner, „dass das Licht von Pater Düthmann hier lange brennen möge“.

Walker nutzte beim Empfang die Gelegenheit, Pfarrer Alfons Thörner für die harmonische Zusammenarbeit mit der St.-Antonius-Gemeinde, den indischen Schwestern für ihre liebevolle Zuwendung zu den Heimbewohnern und Religionslehrer Heinz Günter Nee für die Leitung der Wortgottesdienste in den vergangenen Jahren zu danken.