"Hand in Hand gedacht, geplant und gehandelt"
50 Jahre katholische Kapellengemeinde St. Anna im Moor

1952 Gründung des Kirchbauvereins Aschendorfermoor
1954 Monsignore Theodor Helming wird erster Seelsorger von Aschendorfermoor. Der kath. Gottesdienst findet zunächst in der neu errichteten Siedlungsschule statt.
1956 27. Juni - Erster Spatenstich durch Monsignore Helming zum Bau der katholischen Kirche.
  26. Juli - Grundsteinlegung am Namenstag der Heiligen Anna.
1957 2. Februar - Einweihung der Kapelle St. Anna im Moor.
2007 22. Juli - Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen

 

Bericht in der Emszeitung am 19.Juli 2007:

"Sie haben Hand in Hand gedacht, geplant und gehandelt", bescheinigt Dechant Alfons Thörner den Erbauern der Kapelle "St. Anna im Moor".
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Gotteshauses findet am Sonntag, 22. Juli 2007, um 10.45 Uhr ein Familiengottesdienst und anschließend ein bunter Nachmittag statt. Als Pfarrer der St. Antonius-Gemeinde Papenburg ist Thörner derzeit der verantwortliche Seelsorger in Aschendorfermoor. Den ersten Gottesdienst feierte hier bereits vor der Errichtung der Kapelle ein Pfarrer der St. Antonius-Gemeinde, Josef Albers, am 13. Juni 1954 in den Räumen der neuen Schule. "Seitdem strahlte die Gnade Gottes in die neu aufblühende Gemeinde", heißt es in der Urkunde, die dem Grundstein der Kapelle beigefügt ist.Seit 1955 zelebrierte dann Monsenignore Theodor Helming, geistlicher Studienrat an der Staatlichen Aufbauschule(Gymnasium) in Papenburg, jeden Sonntag zwei Heilige Messen. Im selben Jahr ordnete Erzbischof Dr. Wilhelm Berning den "dringend notwendigen Bau einer Kirche" an.
Die Bauleitung wurde dem Papenburger Architekten Ludwig Ohlms übertragen. "Kraft bischöflicher Vollmacht" legte Helming, der in der Chronik der Kapellengemeinde als "Vater des Kirchbaus" bezeichnet wird, den Grundstein. Ihm wurde auch die feierliche Einweihung am 20. Februar 1957 übertragen. Zwei Jahre später starb Helming, für den mit dem Bau der Kapelle ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen war. Seine Gemeinde, die ihn verehrte, setzte ihm mit der Benennung einer Straße in unmittelbarer Nähe "seiner Kirche" ein Denkmal.
In nur sechs Monaten wurde St. Anna im Moor errichtet: eine so genannte Saalkirche aus roten Backsteinen und einem Tonnengewölbe. Knapp 200 Besucher finden Sitzplätze. Die weißen Wandflächen werden durch bleiverglaste farbige Fenster unterbrochen. Die farbenprächtige Rosette über dem Eingang zeigt in kräftigen Farben das Christuszeichen und darum, kreisförmig angeordnet, die sieben Sakramente. In der Taufkapelle fällt der Blick auf ein Fenster mit den Symbolen der "Allerheiligsten Dreifaltigkeit".
Eine Sehenswürdigkeit ist der aus Holz geschnitzte Kreuzweg. Vom selben Künstler, Wolfgang Hirtreiter, stammt auch das Altarkreuz.
Über dem Eingang erhebt sich der Glockenturm, ein so genannter "Dachreiter".
In den Bau der Kirche sowie eines Jugendraumes wurden seinerzeit knapp 124000 DM investiert. Die Gemeinde St. Anna spendete 7750 DM. Angeschafft werden mussten nach dem Bau noch viele andere Dinge wie beispielsweise die Paramente und die Monstranz, das Weihrauchfass und das Ewige Licht.
Am Weihetag versprach Helming, dass in Zukunft "an jedem Sonn-und Feiertag zweimal die Heilige Messe gefeiert" werde. Der Priestermangel versagte ihm die Erfüllung. Der letzte geistliche Religionslehrer am Gymnasium Pfarrer Kunibert Theus, betreute die Kapellengemeinde bis 2002 insgesamt 30 Jahre lang. Seitdem versehen die Geistlichen von St. Antonius die Seelsorge und sorgen dafür - so formulierte es der für die neue Chronik der Kapellengemeinde verantwortliche Autor Friedhelm Hobbold - "dass sich die St. Anna-Gemeinde in keinster Weise als lästiges Anhängsel fühlt".