2 mal 25 Jahre Heilig Geist Bokel
1962 - 1987 - 2012

Das Bild zeigt die erste Ausmalung des Altarraumes. Das Relief mit der Darstellung des Auferstandenen befindet sich heute hinten in der Kapelle beim Aufgang zur Orgelempore.

 

 

Aus der Festschrift: 25 Jahre Heilig Geist Kapelle Bokel im Jahr 1987:

25 Jahre sind es nun her, dass mit der Grundsteinlegung und Einsegnung der Heilig-Geist-Kapelle in Bokel unsere Kapellengemeinde entstand. 25 Jahre lang wurde und wird hier jeden Montag die hl. Messe gefeiert.

Das ist ein besonderer Anlass, dankbar zurückzuschauen in die Zeit, wo alles anfing, und sich zu erinnern an die Gründungsjahre, in denen der Wunsch erwachte, eine Kapelle für den Gottesdienst einzurichten, die dann durch die Tatkräftige, auch finanzielle Hilfe aller Bokeler gebaut werden konnte.
Erinnert sei auch an die Reihe der Vikare und Kapläne, die hier in und mit der Gemeinde ihren Dienst taten. Dadurch wurde die Kapelle immer mehr zur geistlichen Mitte von Bokel, in der so manche Eheleute ihren gemeinsamen Weg mit Gott begannen, und so manche Brautpaare nach 25 oder 50 Ehejahren Gott ihren Dank zum Ausdruck brachten.
Möge diese schöne Tradition sich fortsetzen, und möge weiterhin das Glaubensleben in Bokel durch den Beistand des Hl. Geistes von der Kapelle bereichet und geprägt werden. Dieser Wunsch werde uns allen zum Auftrag.
Bokel, im, Juni 1987
Ludger Hölscher Kaplan

Zum Jubiläum ein Rückblick über die Entstehung der Heilig-Geist-Kapelle in Bokel

Die Heilig-Geist-Kapelle ist eine Tochtergemeinde der St. Antoniusgemeinde in Papenburg und wurde am 2. Dezember 1951 gegründet.
Pastoralische Arbeit sind Aufgabe der St. Antoniusgemeinde.

Den Grundstein zur Kapellengemeinde hat damals wohl das Testament von Fräulein Anna Freericks gelegt.

Konrektorin Frau Anna Freericks wohnte und lebte mit ihren Geschwistern und dem Erben auf ihrem Hof in Bokel am Kapellenweg. Der Erbe verstarb frühzeitig. Sie blieb bis in ihr hohes Alter auf ihrem Besitz. Vor ihrem Tod übergab sie ihr Testament dem ihr verwandten Bürgermeister in Ruhe Herrn Freericks in Papenburg.
Der Inhalt des Testamentes machte es Herrn Freericks zur Aufgabe, für einen besseren und näherliegenden Kirchweg der Bokeler Bürger zu sorgen.
Dieses Anliegen lag Fräulein Freericks sehr am Herzen. Sie war in Bokel geboren und besuchte bis ins hohe Alter Sonntags und auch an den Werktagen die heilige Messe in der St. Antonius Gemeinde. Ihr Kirchweg war in vielen Jahreszeiten dreckig und per Fuß schlecht passierbar. Eines Tages ist sie auf dem Heimweg ihres Kirchganges vom Weg abgekommen und in einem Graben gelandet. Durchnässt und ohne Kopfbedeckung suchte sie Hilfe im nächstliegenden Haus. Vom Schreck erholt, lebte sie noch einige Jahre auf ihrem Hof.
Am 6. Oktober 1950 verstarb Konrektorin Frau Anne Freericks.

Ihr Vorhaben und testamentarischer Wunsch wurde ein Jahr später und zwar am 2. Dez 1951 erfüllt.
Es wurde eine Gemeindeversammlung einberufen, eine Kapellengemeinde gegründet und zunächst ein Kapellenvorstand gewählt.

Dieser Vorstand zählte 10 Personen.
Man kam zu dem Entschluss, zunächst in einem Klassenraum der Bokeler Volksschule das heilige Messopfer zu feiern.
Der Vorstand und auch die Gemeinde drängten jedoch immer mehr zum Bau eines Gotteshauses. Grundstock hierfür war die Stiftung Freericks, sowie das Erbe eines im letzten Krieg gefallenen Bokeler Bauernsohns.
Spenden der Bokeler Gemeindemitglieder und auch sonstige Spenden waren Hilfe zum Bau einer Kapelle.
Es wurde ein Kapellenbauverein gegründet.
Vikar Kruse von der St. Antoniusgemeinde übernahm die Durchführung des Bauvorhabens.
Für die Planung und zum baulichen Berater beauftragte der Kapellenbauverein den Bauingenieur und Architekten Heinrich Tönjes aus Bremen.
Der Grundstückskauf von der Familie Pelken, sowie Anfertigung der Baupläne waren erste Schritte des Arbeitsteams „Neubau einer Kapelle“.

Am 15.Juni 1962 war Grundsteinlegung

Die Bauarbeiten wurden von folgenden Firmen ausgeführt: Thesing, Meinders, Kuiper, Röttgers, Rüther, Feiling
Erdarbeiten, Kanalisation und viele Kleinarbeiten waren Eigenleistungen der Gemeinde.


Gezielte Planung, fachgerechte Ausführung und Hand anlegen der Gemeindemitglieder machten es möglich am 4. Juli 1662 Richtfest zu feiern.

Am Bau wurde unter der Richtkrone fleißig weitergearbeitet.

 

 

 


So konnte dann in kurzer Bauzeit am 7. November 1962 die Einweihung stattfinden.
Die Einweihung der Kapelle war ein Erlebnis für die Gemeinde Bokel

 
 
 
 
 
 

In der Festschrift damals heißt es weiter:
"25 Jahre hat nun schon die Heilig Geist-Gemeinde ihr eigenes Gotteshaus.
Wöchentlicher Gottesdienst, Trauungen, Taufen, Bittprozessionen, Andachten, Erntedankgottesdienste, Gottesdienste an den Festtagen und ganz besonders zum Patronatsfest am 2. Pfingsttag.
Zu allen Fest- und Feierlichkeiten läutet die Glocke unserer Kapelle."1989 erhielt die gestiftete Muttergottesstatue einen schönen Standplatz.
Es wurde in der Kapelle eine Muttergottes-Grotte eingerichtet.
Die Einweihung war am 2. Pfingsttag und wurde von Kaplan Haas vorgenommen.

2002 40 Jahre Heilig Geist Kapelle - zum diesem besonderen Ereignis wird die Sakristei erweitert

Bischofsbesuch in Heilig Geist 2004

Renovierung von Heilig Geist Kapelle 2005

2010 Die Außenfassade wird neu verputzt.

 

 

 

 

 

 

 


Historie der Pastöre und Kapläne

von 1951 bis 1953
Dechant und Pfarrer Hermann Schütte
Vikar Theodor Helmsen

Von 1953 bis 1971
Pfarrer Josef Albers
Vikar Theodor Helmsen
Vikar Rudolf Kruse
Vikar Theodor Schwertmann
Kaplan Klaus Weigang
Kaplan Hermann Darpel
Kaplan Johannes Sommer

Von 1971 bis 1987
Dechant und Pfarrer Leo Wallenhorst
Kaplan Johannes Sommer
Kaplan Johannes Voß
Kaplan Gerhard Staudt
Kaplan Ludwig Haas
Kaplan Ludger Hölscher

Von 1987
Pfarrer Dr. Martin Trimpe
Kaplan Ludger Hölscher
Kaplan Baumgart
Kaplan Winfried Hagemann
Kaplan Sylvester Stach
Kaplan Heiner Lohe

Ab 2000
Dechant Alfons Thörner
Kaplan Heiner Lohe
Kaplan Pater Jose
Kaplan Stefan Tietje
Kaplan Frank Kribber

Ab 2014
Dechant Franz Bernd LanvermeyerKaplan Hermann Prinz

Wie im Innern so hat auch der Außenbereich viele Veränderungen erlebt.