Aschendorf: erste Erwähnung in der "Vita sancti Liudger" 777-785
Die erste Erwähnung von Aschendorf wurde von einem unbekannten Mönch des Klosters Werden (an der Ruhr) um 850 gefunden. "Vita sancti Liudgeri" Nach diesen Aufzeichnungen, heute (2006) als "Vita secunda" bezeichnet, ist der am 26.März 809 verstorbene große Missionar der friesischen Lande und erster bischof von Münster auf seinen zwischen 777-785 ausgeführten reisen in das friesische Missionsgebiet auch in eine sechs Meilen(eine Meile=7420 Meter) nördlich von Meppen gelegene Bauernschaft gekommen, die "Ascenthorp"genannt wird.

1178 findet sich eine urkundliche Erwähnung eines Aschendorfer Freien und 1231 wird der Aschendorfer Jahrmarkt urkundlich erwähnt
Aber schon 1189 findet sich in den Zeitzeugnissen auch der Name Bokel: „Schenkung zweier Höfe in Bokel an den Bischof von Osnabrück...
die Papenburg war da noch nicht gebaut,
die entstand erst im Jahr1300-1350 durch den Bischof von Münster (Standort der Papenburg(Pfaffenburg) war der Bereich wo heute das Hotel "Alte Werft" steht.
1390 tritt Pastor Dopp die Pfarrstelle in Aschendorf an. Er ist als ortsansässiger Geistlicher anwesend, als der münstersche Landesherr Bischof Heiderreich, Wolf von Lüdinghausen , die Bauernerben in der Bauernschaft Bokel, Kirchspiel Aschendorf und zwar: Brunkhorst, Hardeshof, Heiginghus, Willekenhus, Hollekinch, Rüsinch, Brüninch, Borstellinch und Uthmolle, gegen eine Summe Geldes frei gibt. Er nimmt sie gleichzeitig als freie Leute wieder auf und verspricht sie zu schützen. Der Schulte und die Bauern leisten gleichzeitig das Treue-Versprechen gegenüber dem Bischof.
Die Papenburg wird in der Folgezeit 1431-1510 immer wieder Brennpunkt kriegerischer Auseinandersetzungen um Land und Religionszugehörigkeit und auch Epidemien suchen die Region heim.

1626 wird die Papenburg an den Drosten Dietrich von Velen verkauft der seinen Plan der Gründung einer Fehnkolonie umsetzt.
Diese Siedlungsbemühungen stoßen nicht überall auf Wohlwollen, es gibt in der Folgezeit immer wieder Konflikte mit den ostfriesischen Nachbarn, doch aufzuhalten ist die Entwicklung dadurch nicht.

1638 wird der Bokeler Schweinehirt "Poeljan" erwähnt. Er leitet für den Lohn von 70 Talern den Kanalbau ("Sielkanal") oder "die Fahrt", die es den Siedlern der jungen Moorkolonie erst ermöglicht, mit ihren Schiffen auf die Ems zu kommen. Dieser Kanal von der Ems bis zur Burg wird 1641 fertig gestellt.
Im selben Jahr, am 12. September vervollständigt Dietrich von Velen sein Abkommen, indem er das Recht in Bokel erwirbt, durch die Schüttenwiesen am Poel einen Kanal von 30 Fuß Breite zu graben.
In Bokel zählt man 1652 92 Einwohner (Aschendorf 514 Einwohner)

1677 Hermann Wolbers Bömer, geboren um 1650 in Bokel, und Margaretha Jansen Wlaker (geboren um 1655 in Papenburg) schließen am 15. Juli 1677 den Bund der Ehe. Diese Trauung ist als Erste im Papenburger Kirchenbuch verzeichnet.

1753 wird in der Chronik eine Schule in Bokel erwähnt, die von Joes Schade, einem 32 jährigern Bauern gehalten wird.

1720 In Bokel unterrichtet der inzwischen 55jährige Jose Schade
1753 zählt die Klasse 10 Kinder.

1800: Papenburg 2000 Einwohner- 345 Häuser
Aschendorf 850 Einwohner
Bokel 130 Einwohner- 22 Feuerstellen

1803: Ppg :2205 Einwohner
ASD: 883 Einwohner
Bokel: 120 Einwohner

1824: neue Deichverordnung Bokel/ Nenndorf

Die Region Emsland, welche seit 1667 kirchlich zum Fürstbistum Münster gehört, kommt nun wieder zu Osnabrück, weil die Bistumsgrenzen neu festgelegt werden.

1868 Bokel Schützenfest gefeiert

1877 Einwohner aus Bokel bringen aus freien Stücken 1100 Mark zur Anschaffung einer Kanzel für die St. Antoniuskirche auf.

 

 

 

 

 

 

1884 wird die Bokeler Schule gebaut und 1920 erweitert

1890
Papenburg 6933 Einwohner
Bokel 578 Einwohner

1919 Lehrer Godel beginnt seinen Dienst in Bokel , den er bis zu seiner Pensionierung 1959 wahrnimmt

 

 



1921 am 10. 7. 1921 wird das Kriegerdenkmal für die Gefallenen im Ersten Weltkrieg gesegnet.

1922 Bokel: erster Antrag auf Abpfarrung von St.Amandus zu St. Antonius

1923 Bokel: Kreuzweihe auf Pieper´s Wiese


7. Juni Bericht aus der Emszeitung
Der letzte Sonntag war für uns Bokeler ein Tag der Freude. Der Landwirt B. Pieper hat auf seiner Wiese ein würdiges Kreuz errichten lassen. Gegen 5 Uhr nachmittags kam der Hochw. Pastor aus Aschendorf um die Weihe vorzunehmen. Trotz des Regens und der Kälte waren viele Gläubige darunter auch einige sehr alte Leute versammelt. Zuerst verlas der hohe Herr ein Schreiben des Hochw. Herrn Bischofs, betreffend der Erlaubnis zu Einweihung des Kreuzes. Hierauf folgte die feierliche Einweihung. Alsdann hielt der Herr Pastor klar und laut vernehmbar eine herrliche Ansprache, worin er unter anderem hervorhob, wir alle möchten fest bleiben im Glauben, bei allen Schicksalsschlägen auf unserer Pilgerbahn Trost und Hilfe suchen bei dem der dort am Kreuze hängt. Ein solches Kreuz könne ein Segen werden für die ganze Gegend. Hierauf wurde von ihm das Lied angestimmt: O du hochheilig Kreuze daran mein Herr gehangen in schweren Todesbangen. Anschließend daran betete man gemeinsam die Liternei vom bitteren Leiden und Sterben unseres Heilandes.

Der Hochw. Herr Pastor und die Familienangehörigen Piepers küßten ehrfurchtsvoll das neu errichtete Kreuz. Alle Anwesenden waren von der Feier tief ergriffen - Möge doch die schöne Sitte unserer Vorfahren auf ihren Äckern oder Höfen ein Kreuz oder Marienbild zu errichten immer mehr Nachahmung finden.

1925 Bokel hat nun 806 Einwohner
1926 Bokel wird an die Stromversorgung angeschlossen

1930 Bokel bekommt einen öffentlichen Telefonanschluss in der Gaststätte Rieke unter der Nr. 274

1932 Bokel: Einweihung der Herz Jesu Klause

 

 

 

 

 1951 In Bokel wird der Vorstand für eine Kapellengemeinde gegründet

1954 Einweihung des Kriegerdenkmals in Bokel nach einer grundlegenden Renovierung. Es werden auch Tafeln mit den Namen der Opfer des Zweiten Weltkrieges angebracht.

1961 der Kapellenverein in Bokel ist gegründet

1962 Einweihung der Heilig Geist Kapelle

1966 erstmals Bittprozession in Bokel

1967 Bokel 1671 Einwohner
das Gebiet nördlich des Ems-Seitenkanals gehört jetzt kirchlich zu St. Antonius

1970 Vereinbarung des Zusammenschlusses beider Orte Papenburg/Bokel zum 1. April

1971 Unterzeichnung eines Vertrages: Ab dem 1. Mai 1972 ist Bokel ein Ortsteil von Papenburg

1973 Bokel: Einweihung eines Kindergartens an der Tannenstraße

1983 Bokel-Volkspark Ausbau abgeschlossen

1987 Dorferneuerung in Bokel



1974 Die Volksschule in Bokel wird aufgelöst

1987 25 Jahre Heilig Geist Bokel Die Kapelle

1990 Das St. Lukasheim nutzt die alte Schule Bokel als Beschützende Werkstätten

1998 Bokel: 25 Jahre Kindergarten an der Tannenstraße
Aussiedlung des Hofes Schulte Wülwer wegen Erweiterung der Meyerwerft

2004 Bischof Franz Josef Bode besucht Heilig Geist Kapelle

2005 Wiedereinzug in die renovierte Heilig Geist Kapelle