von Klaus Dieckmann

Festmesse in der St.-Antonius-Kirche: Am Altar (von links) Pfarrer Joachim Kirchhoff aus Lübeck, Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer, Pastor Gerrit Weusthof und Kaplan Hermann Prinz. Foto: Klaus Dieckmann

Eine Kerze für die Reise nach Rom

Dechant Franz Bernhard Lanvermeyer feiert 25-jähriges Priesterjubiläum

Papenburg. Franz Bernhard Lanvermeyer, Dechant des Dekanats Emsland-Nord und Nord und Pfarrer von St. Antonius in Papenburg, hat am Sonntag sein silbernes Priesterjubiläum gefeiert. Nach einer Festmesse in der St.-Antonius-Kirche hatten Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand zu einem Empfang in das Niels-Stensen-Haus eingeladen.

Der offizielle Tag des 25-jährigen Priesterjubiläums war am vergangenen Dienstag. Am 15. Dezember 1990 empfing Lanvermeyer vom damaligen Bischof Ludwig Averkamp im Dom zu Osnabrück gemeinsam mit neun weiteren Diakonen das priesterliche Sakrament. Zu den Weihekandidaten zählten seinerzeit auch Johannes Hasselmann, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Dörpen, Dersum/Neudersum und Heede und der im Dezember 2011 verstorbene Martin Drobny, ehemaliger Pfarrer in St. Vitus in Dörpen sowie Dechant des Altdekanats Aschendorf.

Zu seinem Primizspruch wählte Lanvermeyer: „Ich bin, der ich mit dir sein will, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt aus dem Haus der Unterdrückung.“ Über diesen Vers, der aus dem Exodus stammt, schlug Susanne Bohse, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats St. Antonius, in ihrer Rede eine Brücke von der Priesterweihe zum silbernen Jubiläum. Aktualität gewonnen hätten die Worte in diesem Jahr durch Papst Franziskus anlässlich des 52. Weltgebetstages für geistliche Berufe. So habe sich der Papst auf eben diese Stelle im Exodus bezogen und unterstrichen: „Der Übergang von der Sklaverei zum neuen Leben in Christus, das ist der Weg der christlichen Seele und der ganzen Kirche, die entscheidende Ausrichtung des Lebens auf den himmlischen Vater hin.“

Bohse betonte gegenüber Lanvermeyer: „Sie folgen diesem Weg und haben sich und ihr Wirken Gott und seinem Reich zur Verfügung gestellt.“ Zum 1. Oktober 2014 habe die Pfarrei St. Antonius den 53-jährigen Geistlichen als Pfarrer des neu gegründeten Verbunds am Papenburger Untenende begrüßen dürfen. In diesem ersten gemeinsamen Jahr habe Lanvermeyer die Begegnung zu vielen Gemeindemitgliedern und Vertretern von Gruppen, Verbänden und Institutionen gesucht und „unsere bunte Pfarrei“ mit den Gemeinden St. Antonius und St. Josef sowie den Kapellengemeinden St. Anna in Aschendorfermoor und Heilig Geist in Bokel kennengelernt. Bohse: „Schnell sind Sie einer von uns geworden.“

Mit Blick auf die geplante Reise der Pfarrei St. Antonius nach Rom in den Herbstferien vom 8. bis 15. Oktober 2016 überreichte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende dem Jubilar eine besonders gestaltete Kerze und eine Sammlung mit Texten. Lanvermeyer hatte darum gebeten, weitgehend von persönlichen Geschenken an ihn abzusehen und statt dessen zu Spenden für die Flüchtlingsarbeit in der Pfarrei aufgerufen. Dankbar zeigte er sich indessen für die freundliche Aufnahme in St. Antonius sowie auch für die Unterstützung und Begleitung, die er an den unterschiedlichen Orten seines seelsorgerischen Wirkens erfahren habe.

Dechant Lanvermeyer (Jahrgang 1962) stammt gebürtig aus Mönchengladbach und wuchs in Meppen auf. Nach dem Abitur 1982 studierte er Theologie in Frankfurt und Münster. Sein Priesteramt führte ihn als Kaplan nach St. Marien in Hamburg und St. Sixtus in Werlte. Mitte der 1990er Jahre war er Kaplan und Sekretär des Bischofs in Osnabrück sowie danach geistlicher Rektor des Ludwig-Windthorst-Hauses in Lingen. Im Oktober 2000 wurde er zum Pfarrer von St. Bonifatius in Lingen berufen und leitete ab 2009 die Pfarreiengemeinschaft Lingen-Süd mit vier Kirchengemeinden. Seit dem 1. Oktober 2014 ist er Pfarrer in St. Antonius in Papenburg und Mitte November 2014 wählte ihn die Pastoralkonferenz zum Dechanten im Dekanat Emsland-Nord. (kd)

Empfang im Niels-Stensen-Haus zum silbernen Priesterjubiläum von Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer: Eine Kerze für die Reise der Pfarrei St. Antonius nach Rom überreichte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Susanne Bohse. Lanvermeyer nutzte sein Weihejubiläum, um zu Spenden für die Flüchtlingsarbeit aufzurufen. Foto: Klaus Dieckmann