Video zum Thema

ev1.tv der Talk "Treffpunkt Friedhof"

Ansprechpartnerinnen Renate Schepers (Tel.: 04961/71819) und Elisabeth Reinhard (Tel.: 04961/997241)

Seitdem 26.04. 2015 laden ehrenamtlich arbeitende Frauen und Männer jeweils am zweiten und vierten Sonntag im Monat von 14:30 Uhr – 16:30 Uhr am großen Kreuz in der Mitte des Friedhofes zum Gespräch und zum Verweilen bei einer Tasse Tee ein.

Elisabeth Reinhard und Renate Schepers haben dieses Projekt initiiert. Sie sind ausgebildete Trauerbegleiterinnen und arbeiten seit einigen Jahren ehrenamtlich in diesem Bereich. Ihre Erfahrungen zeigen, wie alleingelassen Trauernde in ihrer Situation sind. Großfamilien und Nachbarschaften, die traditionell den Trauernden im Alltag beistanden, sind in der früheren Form nicht mehr vorhanden. Der Gemeindepriester ist mit seiner Arbeit und Anzahl der Beerdigungen häufig überfordert, so dass die eigentliche Seelsorge auf der Strecke bleibt. Mitmenschen, auch in der Kirchengemeinde, sind unsicher und unbeholfen im Kontakt mit Trauernden, was nicht selten dazu führt, dass Begegnungen mit Trauernden gemieden werden. Trauernde fühlen sich dadurch schnell ausgegrenzt und allein. Die Frage, wie sich eine Trauerbegleitung in unserer Gemeinde, insbesondere im Alltag, gestalten kann, drängt sich ihnen auf. Da der Gang zum Friedhof für viele Trauernde ein wesentlicher und bedeutsamer Bestandteil ihres Alltags ist, soll der „Treffpunkt Friedhof“ dazu beitragen, dass der Trauernde in seinem Alltag gesehen, wahrgenommen und in die Mitte der Gemeinde geholt wird.

Bei einer Tasse Tee können Friedhofsbesucher nun untereinander oder mit ausgebildeten ehrenamtlichen Trauerbegleiter/innen ins Gespräch kommen. Sowohl alltägliche Gesprächsthemen sowie sich über die Verstorbenen, die Beziehung zu ihnen und über die eigene Trauerbewältigung auszutauschen, sind von Bedeutung. Das kann hilfreich sein und Trost spenden. Häufig fällt es einem Trauernden sogar leichter, seine Gedanken einem weniger bekannten Menschen auf dem Friedhof gegenüber zu äußern als guten Freunden zuhause. Dabei verstehen sich die Ehrenamtlichen als unauffällige und unaufdringliche Begleiter/-innen, die auf dem Friedhof die Möglichkeit für ein weiteres, intensives Gespräch bieten.